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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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Er sucht als Musiker zur Lyrik den Untergrund,zum Beispiel die Regel. Er schöpft seine lyrischen Personennur aus seinen musikalischen Stimmungen, deshalb deckensie sich als Ganzes. Die eigentliche Dramatik derMusik unmöglich. In der grossen Tannhäuserscene wirktder dramatisch-pathologische Zustand, die Musik ist hiernur ein Idealismus, der das Wort verdrängt hat.

Wagner wählt aus der in ihm lebenden Musik:die Charakteristik ist entnommen der scharfen Be-obachtung der executirenden Sänger und Musiker.Hier liegt alle Nachahmung: die Tempobezeichnungschnell ist keine absolute, sondern nur für den aus-übenden Musiker. Das Orchester wird so entsprechendmimisch gedacht: es wird zur Mimik von drama-tischen Sängern das Analoge in der executirtgedachten Musik gesucht. Die Declamationgehört vor allem zu dieser Mimik: der nun jetzt dieMimik des Orchesters entspricht. Das Orchester ist so-mit nur eine Verstärkung des mimischen Pathos. DieMusik selbst, die in das geschaute Schema eingezwängtwird, muss jetzt ledig aller der strengen Formen sein,das heisst vor allem der streng symmetrischen Rhythmik.Denn die dramatische Mimik ist etwas viel zu Be-wegliches, Irrationales für alle Formen der absolutenMusik, sie kann nicht einmal den Takt einhalten, unddeshalb hat die Wagnersche Musik die allergrösstenTempoverschiebungen. Diese Musik wird nun wiederals hergestellte Urmusik begriffen, weil sie schranken-los ist: sie entspricht dem Stabreim.

Die Chromatik wird gefordert, um die plastischeKraft der Harmonieen zu entfesseln, das heisst wiederumals Differenzirung des mimischen Pathos.DramatischeMusik falscher Begriff.