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sten Kern Persönliches. Und gerade weil er auch diesenverehrtesten Menschen gegenüber sich seine innere Frei-heit wahrte, konnte er in den Schriften jener Zeit soenthusiastisch von ihnen reden, in dem begeisterten, be-geisternden Tone, der die Zuhörer verführen sollte, sichauch diesen Gewalten hinzugeben. Er war damals innigüberzeugt, dass niemand dieser Erfahrungen entrathenkönne, dass jeder, der sich zur Mitarbeit an den Aufgabender Zukunft bestimmt fühle, durch sie hindurchmüsse; unddieser Meinung ist er bis zuletzt geblieben.
Für das ehrfürchtige, verehrende Herz des jungenNietzsche ist es nun bezeichnend, dass er seine Zweifelund seine bösen Wahrheiten bei sich verschliesst undder Öffentlichkeit gegenüber nur von den grossen Thatenseiner Eieiden und deren begeisternden Wirkung'eii redet.Er eröffnet sich lange Zeit keinem Vertrauten und lässtauch den intimsten Freunden gegenüber nur selten ein-mal halbdunkle Andeutungen fallen, wie die in einemBriefe vom 9. Juli 1874, als gerade die Schopenhauer-schrift entstand. „In mir gährt jetzt sehr vieles undmitunter sehr Extremes und Gewagtes. Ich möchte wissen,bis wie weit ich solcherlei meinen besten Freunden mit-theilen dürfte. Brieflich natürlich überhaupt nicht.“ Dies„Extreme und Gewagte“ spricht er erst aus, als er nichtmehr anders kann: als diese Gedanken in einer langen,langsamen Entwicklung allmählich das Übergewicht er-langt haben und nun unwiderstehlich zur Aussprachedrängen. Es leuchtet nach alledem ein, dass von einerunvermittelten, plötzlichen Umkehr, beim Übergang indie zweite Periode fürderhin nicht mehr die Rede seinkann, und dass die Auffassung, er habe in einem jähenAnfall von Bilderstürmerei alle alten Götterbilder zer-schlagen, verbrannt, was er angebetet, und angebetet, was