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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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Was aber aus diesen Schriften nicht unzweideutig klarzu schliessen war, ist die Thatsache, dass er zu keinerZeit im untersten Grunde unbedingter AnhängerSchopenhauers und Wagners gewesen ist. Das erweisendiese zwei Bände unwiderleglich, und es muss nun wohlan der Hand seines Versuchs einer Kritik der schopen-hauerischen Philosophie (Biographie Band I 343ff.), derNachträge zurGeburt der Tragödie und der weiterenantimetaphysischen Gedanken aus den folgenden Jahrengründlich untersucht werden, inwieweit er überhaupt alsSchopenhauerianer zu betrachten ist, in welchen Grund-anschauungen er von Anfang an von Schopenhauer ab-weicht. Es ist kein Zweifel: bereits um 1873 war seinRadicalismus,ohne den er nicht mehr leben konnte,über den Schopenhauers hinausgegangen. Dessen radicaleGrundanschauungen, den Atheismus, den mechanistischenAntiteleologismus, den Determinismus, all die pessi-mistisch genannten theoretischen Voraussetzungen hielter fest, aber er hatte sich schon frei gemacht von dem,was er später Schopenhauers reactionäre Elemente nennt.Es ist ein seltsames Missverständniss, zu meinen, Nietzschesei erst 1876 in einer plötzlichen Erleuchtung oder Ver-finsterung zum antimetaphysischen, antimoralischen Radica-lismus bekehrt worden. Auch sein Deutschthum war be-reits damals so übernational, dass er schon 1873 voneiner Stelle, die von jeher eine feine Witterung für der-gleichen Ketzereien gehabt hat, in denGrenzboten, alsFeind des deutschen Reiches geschmäht und denInter-nationalen beigesellt wurde: sogar die Polizei und dieBehörden rief derWütherich und farceur dieses Artikelsschon damals gegen Nietzsche an. Als er 1874 seineBetrachtung überSchopenhauer als Erzieher schrieb,stak er schon tief in der moralistischen Skepsis und

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