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alles das, was er aus seinen Meditationen für sich auf-zeichnete {„mihi ipsi s crib er e“ das liebte und übte erschon in dieser Zeit), und was „unzeitgemäss“ selbst fürden Verfasser der „Unzeitgemässen“ war. Diese Dingesind es vor allem, die uns zwingen, die innere Geschichteseiner ersten Periode umzudenken.
Im Mittelpunkte auch dieser intimen Betrachtungenstehn die drei grossen Probleme, die seiner damaligenWesensdreiheit entsprechen: das Griechenthum für denPhilologen, der in sich die Kraft und die Nöthigungfühlte, das unverfälschte Bild des altgriechischen Wesensneu zu entdecken; die Kunst für den dichterisch undmusikalisch begabten Menschen und werdenden Künstler,der gerade damals in der engen Freundschaft mit Wagnereine Erscheinung persönlich erlebte, die „der bisherigenÄsthetik unfassbar“ war; endlich das Problem der imhöchsten Sinne verstandenen Cultur für den von Schopen-hauer innerlichst ergriffenen Denker. Für diese dreiProbleme eine einheitliche Lösung zu finden, war dasZiel seiner stets auf ein grosses Ganzes gerichteten Ge-dankenarbeit, und so betrachtet er seine philologischenFragen, zum Entsetzen aller gelehrten Handwerker, auchmit den Augen des Philosophen und Künstlers; misst seinekünstlerischen Grunderfahrungen mit den Maassstäben desam Griechenthum sich erziehenden Philologen und ver-bindet sie innerlich mit seiner philosophischen Gesammt-auffassung; so entnimmt er endlich alle Grundeinsichtenüber die höchsten Fragen der modernen Cultur seinenEntdeckungen über die Griechen und lässt sie auslaufenin einer wesentlich ästhetischen Weltanschauung, die inder Kunst das Ziel und die Versöhnung des Daseins sieht.
Das alles ist auch aus der „Geburt der Tragödie“und den „Unzeitgemässen Betrachtungen“ zu entnehmen.