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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
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enthält. In allen diesen Fällen befleissigt sich der Heraus-geber der behutsamsten Vorsicht.

Die Orthographie der Manuscripte ist nicht mit allenSchwankungen sclavisch wiedergegeben: aus Nietzschesim ganzen constantem, im einzelnen vielfach wechselndemGebrauch ist ein Durchschnittstypus gebildet und für allePerioden gleichmässig festgehalten. Übrigens ist dastechnische Gewissen sogar unserer Zeit und des Heraus-gebers der Orthographie gegenüber etwas weit.

Die Interpunction folgt dem Gebrauche Nietzschesstrenger, indem nur die in flüchtigen Niederschriften un-vermeidlichen Schwankungen und Widersprüche in allenFällen beseitigt werden, wo die Weitherzigkeit denadiaphoris gegenüber auszuschliessen ist. AuffallendeEigenheiten, zum Beispiel der reichliche Gebrauchdes Doppelpunkts, sind nicht unterdrückt. NietzschesInterpunction ist lebhaft und reich, seinem Grundsätzegemäss, dass im Schreibstil die Interpunctionszeichendie Accente und Lauthülfen der mündlichen Rede er-setzen müssen, und ihre Lebhaftigkeit wächst mitder Freiheit und Lebendigkeit seines Stils.

In allen Fällen, wo in den Nachberichten nicht aus-drücklich das Gegentheil angegeben ist, liegen eigen-händige Niederschriften Nietzsches dem Abdruck zuGrunde. In der äussern Anordnung dieser Abtheilungsind, soweit es möglich war, Nietzsches eigne Gewohn-heiten beibehalten. In den aphoristischen Partien werden,dem Gebrauche Nietzsches in den Aphorismenbücherngemäss, die einzelnen Gedankenabsätze mit Zahlen be-zeichet.

Naumburg, im September 1895.

Fritz Koegel.