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bereits soweit verdichtet, dass er die fünfte „Unzeit-gemässe“, den „Freigeist“ als in der ersten Conceptionvollendet ansehen konnte. Als dann in dem frucht-baren Sorrentiner Winter die Masse des Stoffes wuchs,weiteten sich die Pläne: aus der einen wurden neun„Unzeitgemässe“, die den neun Abschnitten des jetzigen„Menschlichen“ ungefähr entsprechen. Hätte er sie aus-geführt , so würde er auch die Sorrentiner Papiere
so umgeformt haben, wie er es mit den Aufzeich-nungen der ersten Stufe bei der Überführung in die
zweite bis dahin stets gethan hatte. Die Absicht daszu thun, gab er endgültig erst auf, als einmal wederder südliche Winter in Sorrent, noch im Sommer dieHöhenluft des Berner Oberlandes die erhoffte Genesungvon seinem Leiden brachte, anderseits aber die Fülleder Gesichte so wuchs, dass er fürchten musste, er
werde sie, bei seinen geschwächten Kräften, nie aus-gestalten können, wenn er bei der bisherigen Buch-form beharre: allein für diese neun „Unzeitgemässen“,in die sich der Inhalt des „Menschlichen“ zerlegen
sollte, hatte er, für jedes Jahr eine „Betrachtung“ an-setzend, die Zeit bis Ende 1885 füllen müssen. Da erstentschloss er sich, wohl oder übel, auf den Ausbau dereinzelnen Schriften zu verzichten und seine Gedankenin neun Abschnitte geordnet, in der aphoristischen Formzu geben, die sie in der vorläufigen Fixirung hatten.Er hoffte wohl auch, dass die Leser sich helfen undselbst ein wenig bauen würden: darin freilich hat ersich getäuscht. So entstand im Winter 1877/78 unterunbeschreiblichen körperlichen Leiden, mit Hülfe HerrnPeter Gast’s, als eigentlichen Redactors, das „Mensch-liche“ in seiner jetzigen Gestalt: ein Stückwerk undNothbau.
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