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ersten Conception umbildend, weiterspinnend benutzt,seiner Disposition gemäss die erste Fassung des zu-sammenhängenden Textes.
4. Hiermit ist die vierte und letzte Stufe der Nieder-schriften erreicht. Auch diese Vorstufen des end-gültigen Textes haben noch manche Umwandlung zuerleiden, eh aus ihnen das Druckmanuscript hervor-geht. Der formende Stilkünstler kann sich im Umformen,Feilen und Verfeinern kaum genug thun; er scheutkeine Mühe der Meisterschaft und schreibt grosse Ab-schnitte, ja ganze Schriften nochmals ab, nur um dabei,mit dem empfindlichsten Ohre das. Geschriebene hörend,die letzten, feinsten Stilfeilungen vorzunehmen. Nicht seltenist die Reinschrift die dritte, ja vierte Niederschrift deseigentlichen Buchs. Die von Nietzsche selbst geschriebnenDruckmanuscripte sind Muster an Klarheit und Sauberkeitder Schriftzüge und Zuverlässigkeit des Textes; Schreib-fehler und Versehen sind selten, unvergleichlich seltenerals in den Fällen, wo das Druckmanuscript nach seinenVorstufen durch fremde Hand copirt ist. Auch grössereCorrecturen finden sich nicht häufig, lange Partien ver-laufen ohne einen verbessernden Strich. Und wenn er aus-nahmsweise noch in der Reinschrift zu durchgreifendenÄnderungen gezwungen ist, so sorgt er durch peinlichgenaue Zeichen, dass der Klarheit und Leserlichkeit desManuscripts nirgends Abbruch geschehe. Ein guterCorrecturenleser war er ebensowenig, wie er als Philo-loge ein glücklicher Conjecturenjäger war: seinem müdenAuge entgiengen die Druckfehler, aber sein Ohr bliebscharf: bis in die Imprimatur hinein förderte er durchVerbesserungen die Schönheit der Form und die Klar-heit des Gedankens.
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