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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
Entstehung
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sehr selten schreibt er auf lose Blätter: dieSorrentinerPapiere, aus denen dasMenschliche, Allzumenschlichehervor gegangen ist, sind die einzige bedeutende Aus-nahme. Daher bestehen die Manuscript - Schätze desArchivs, abgesehn von den Briefsammlungen, 16 Druck-manuscripten und einigen Dutzend mit losen Blättern ge-füllten Mappen, aus 157 Octav-, Quart- und Folio-PIeften:darunter sind 42 Notiz- und Taschenbücher, 51 Heftemit philologischen Studien und Collegien und 64 mitAufzeichnungen und Entwürfen allgemeinen Inhalts.Diese im Archiv gesammelten Manuscripte enthalten, vonNietzsches frühster Jugend an, den grössten Theil dessen,was er überhaupt aufgeschrieben hat und (abgesehn voneinigen Briefwechseln) alles was von NiederschriftenNietzsches noch vorhanden ist: es ist ein unschätzbares,in solcher Vollständigkeit selten vorhandenes Materialzum Studium seines Wesens und Werdens.

Die folgende Eintheilung des Inhalts dieser Hefteund Aufzeichnungen giebt zugleich ein Bild der Arbeits-weise Nietzsches:

1. In kleine Notiz- und Taschenbücher schreibter, meist mit Bleistift, in seinen spätem Jahren aus-schliesslich im Freien auf Wanderungen, seineer-gangenen Gedanken, die dann daheim in den Studienund Entwürfen weiter verarbeitet werden. In diesenskizzenhaft flüchtigen, stilistisch meist ungeformten, dochnicht allzuschwer lesbaren Aufzeichnungen lässt sich dasallererste blitzartige Aufleuchten der Ideen wahrnehmen.Er hat wohl nie etwas Bedeutenderes niedergeschrieben,das er nicht zuvor wandernd durchgedacht und in kurzenNotizen vorläufig fixirt hätte. Er hat nie mit der Feder inder Hand gedacht und nie die Feder für sich denken lassen.