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9 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 1 (1896) Schriften und Entwürfe 1869 bis 1872 : Homer und die classische Philologie; Nachträge und Vorarbeiten zur Geburt der Tragödie; Empedokles; Homer als Wettkämpfer; Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten; Bayreuther Horizontbetrachtungen; Das Verhältnis der Schopenhauerischen Philosophie zu einer deutschen Cultur
Entstehung
Seite
XII
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voll sich in widersprechenden Köpfen malenden Ent-wicklung, all die Annahmen und Vermuthungen,richtige und falsche, über Präformation stufen seinerIdeen, über die Krisen seiner Übergänge, und alleandern tiefen Fragen aus der Physiologie und Psycho-logie dieses abgründlichen Denkers können zunächstnur dadurch gefördert und der Lösung entgegen-geschoben werden, dass man ihn selbst in seinenintimen Aufzeichnungen befragt. Und dem Bearbeiterdieser Ausgabe ist über seiner Arbeit die Erkenntnissaufgegangen, dass vieles, vielleicht das meiste von dem,was heute noch im Dunkel schlummert, nach Vollendungdieser Bände für offene Augen offen am Tage liegenwird.

2 .

Weitaus der grösste Theil der erhaltenen und imNietzsche-Archiv vereinigten Aufzeichnungen ist vonNietzsches eigner Hand. Trotz seiner Kurzsichtigkeitund trotz des Augenleidens, das ihn quälte, hat er sichfür die Niederschrift seiner Entwürfe nur selten fremderHülfe bedient. Wenn es aber geschah, so liess er ent-weder von eigenhändigen Manuscripten Abschriftenmachen oder er dictirte nach seinen schriftlichen Auf-zeichnungen: nie hat er frei dictirt. Auch von den zumDruck bestimmten letzten Reinschriften seiner Büchersind nur die zwei ersten und die vierte derUnzeit-gemässen Betrachtungen, die beiden Theile desMensch-lichen, Allzumenschlichen, dieMorgenröthe und dieFröhliche Wissenschaft von fremder Hand, alle andernDruckmanuscripte hat er selbst geschrieben.

Nietzsche hat die Gewohnheit, seine Studien und Ent-würfe in derb gebundene, meist starke Plefte niederzulegen,