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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
212
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Mailspiel zusah. Einmal des Tags gieng er spa»zieren. Den» Er war so genau und regclmästg, als jeein Mann dieses Standes cS seyn kann; besondersdarin, daß er, wenn er einmal etwas für eine gewisseZeit bestimmt hatte, darin keinen Aufschub machte;und wenn er seine Abreise irgendwohin einmal festgc.setzt hatte, so war nichts im Stand, ihn aufzuhalcen,weder schlechtes Wetter, noch sonst irgend etwas. Denn,sagte er, ein Mensch, der weder Ordnung noch Regelhat, kann nie recht handeln, uud wird sich allezeit großeVerlegenheiten zuziehen; besonders aber haben Ge>schästsleuke und Soldaten nörhig, genau und pünktlichzu seyn, indem Ein Augenblick verlohren oder aufge-schoben oft Ursache war, daß ein großer Plan odereine höchstwichtige Sache scheiterte.

Er sagte so viel andre schöne Dinge, und hattein allem so edle Grundsätze, daß ich nie fertig werdenwürde, wenn ich sie alle hier anführen wollte; über-dieß spare ich sie auch auf eine a»dre Gelegenheit.

Gewiß es gab nie einen Mann, von dem man mitmehr Recht als von diesem sagen konnte: er war ganzdazu geschaffen, um ein beständiges unaufhörliches Mu-ster von Tugend und Weisheit für alle andre zu seyn.Der Hochseelige Prinz von CondcZ sagt: feine Ge-schichte sollte das Brevier aller Krieger seyn, undempfahl sic zu lesen dem jetzigen Herrn Prinzen mitdiesem Lobspruch. Der Hochseelige Graf vonSoissons nannte ihn oft den Unvergleichlichen, undfand ein besonderes Vergnügen an eben der Lektüre.

Als der Hochseelige Herzog von Montmo-reney aus Italien zurück durch la Mure kam, wo ersein Absteigquarcicr bey einem Herrn von Adel, demHerrn du Port, hatte, und bey diesem unter andern

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