Ich komme wieder auf seine Güte zurück, um zusagen, wie sie sich vorzüglich darin zeigte, daß er keineGelegenheit vorüberließ, feinen Dienern Vortheilezu verschaffen. Wir haben anderswo schon oben ge«sehen, wie sie sich willig bewies, nicht nur seinen groß«len Feinden zu verzeihen, sondern ihnen auch sogarnoch Gutes zu thun, und hierin übertraf ihn niemandin der Welt.
Den achten Zcugm'ffen, die ich hier von seinerKlugheit und seiner Güte anführe, könnte ich noch einsbcysügcn, das eine andre Gabe bekrift, welche die Schnel-ligkeit und Lebhaftigkeit des Geistes zur Quelle hat,womit tce nicht weniger begabt war, als mit andernVortrefflichen Eigenschaften, und wovon er große undhäufige Proben durch viele sehr sinnreiche und über-raschende Antworten ablegte, die viele Leute behaltenhaben, und die sich noch im Andenken erhalten. Ichwürde sie hier anführen, wenn ich nicht genökhigt wäre,sic für eine dritte Auflage dieser Geschichte zu verspüren,uebst einer Sammlung seiner Apophthcgmen und merk-würdigen Reden, die mir versprochen ist, und die ichHier nicht beybringen kann, weil ich sie noch nicht besitze.
So gewiß ist es, daß er auch hierin nicht weni-ger stark war, als sonst überall» Dabey besas er dieGabe, gut zu erzählen, besonders wasman don8ccmrcsnennt, die er sehr angenehm vorzubringen wußte. Auchseine Unterhaltung war sehr einnehmend; besondersbesas er eine seltne und bewundernswürdige Stärkedarin, seine Urtheile von großen und wichtigen Vor-fällen an den Tag zu legen; und sprach von Staats-geschäften so lichtvoll und gründlich, daß, wer aus-geschrieben hätte, was er sagte, sich rühmen konnte,das beste Kollegium zu besitzen, bas.man über Politiklesen kann.