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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
207
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Sanftmuth, die nicht minder Respekt einflößtt, alssie die Furcht benahm. Ohne Zweifel brachte niejemand die Maxime eines der ersten Casars glücklicherin Ausübung: niemand, wer mit ihm zu thun hatte,traurig und mißvergnügt von sich gehen zu lassen.

Man konnte schon aus den in feiner Geschichteangemerkten Handlungen der Güte schließen, daß, wenner nach dem bey seiner Geburt gestellten PrognostikenSouvecain geworden wäre was ihm widerfahrenwäre, wenn er nur eine Stunde später zurWelt gekommenwäre er nicht weniger den Zunahmen des Gütigen alsdesTapfern undWeisen verdient habenwürde. Und gewißwürde er ihn um so rechtmäsiger geführt haben, alses ge-wiß ist, daß man nie eine reinere und tiefereGüte sah, alSseinige war. Daher glaubte auch der große Cardinalvon Richelieu, als er sie einst aufmerksamer erwog, keingeringeres für sie finden zu können, um ihre Größeauszudrückcn, als das eines Abgrunds, indem ereinst, da er sich lange über seine vortreffliche Eigeneschäften verbreitet hakte, sein Lob damit schloS:manmuß gestehen, der Herr Connetable war ein Abgrundvon Güte !" ^

Ein alter Cavalier aus Dauphins, der Herd vöiiFasste, angesehen durch die großen Stellen, die er un-ter den Lieutenants gcneraux in Dauphins den Herr«GordeS, Maugiron und Ornano und Unter anderngroßen Personen bekleidet hatte, pflegte zu sagen: derHerr von Lesdiguicres, unter dem ec ebenfalls im Krieggedient hatte, stehe keinem von ihnen in ihren gutenEigenschaften nach; er scy so tapfer al8 der und bet,ein so guter Feldherr als der und der, über alles abersey er ein Monstrum von Klugheit! Dieß warin der Thst kein monströser mit seinem Gegenstand imMißverhältniß stehender Ausdruck.