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gewöhnlich die Lieblichkeiten und die Schönheit zerstört,nämlich im hohen Alter. Dieß verlieh ihm die An.Nehmlickkeit, die es gewöhnlich andern nimmt. Einerder größten Geister des Reichs, Herr Baukru, nahmdaher Veranlassung zu einer sehr sinnreichen Devise,die er zum Lob dieses seltnen Mannes machte, der erzum Sinnbild einen Pomeranzenzweig gab mit denWorten: d>lil rnibi rollic d. h. der Win»
ter nimmt mir nichts; wodurch er nicht wenigerfeine innre als die andre Frischheit bezeichnen, dieStarke seines Geistes und seiner Vernunft sowohl alsdie seines Körpers auödrücken wollte.
Diese angenehme Gcsichtsfasfung, die bey ihmtn dem höchsten Grad, als je bey einer Person, sicht-bar war, wurde noch sehr durch seine natürliche Güteerhöht, und durch die Gabe, die er bcsas, daß ihnjedes Kleid, das er trug zu seinem Vortheil kleidete;sogar schmückte; er beobachtete aber in seiner Kleidunggroße Bescheidenheit, und verfiel weit eher in denMangel als in das Uebermaas; er war und sprach je-derzeit gegen den Kleiderluxus bey denen seines Rangs,sowohl als gegen die andern Allsschweifungen, gegendie er eine natürliche Feindschaft hegte. Er begnügtesich daher sehr oft mit einem Kleid von schlichtem abersehr feinem Tuch, wo der Hof von Tressen und Sticke-rey glanzte und strotzte. Dreß that ec einzig aus tugend-haften Grundsätzen, und um hierin ein Bcyspiel zugeben, wie er es sonst in allen Stücken gab.
Zu einer angenehmen Gestchtsbildung kam beyihm noch eine ganz bewundernswürdige Gesprachsam«keit und Leutseligkeit, und cs war gewiß, daß nie einMann, zum Befehlshaber gebohren, wie er, mehrSanftmuth besüö; aber eine ernste und majestätische
Sanft-