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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XLIV
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Xl.IV

Heinrich der Hl.

Fechterkunst, in welcher die Politik der Cabinekihre ganze Gewandtheit «' zeigen pflegt.

Noch blieb den Liguisten das letzte übrig:von dem erklärten Eifer für den katholischen Theilseiner Unterchanen schnelle, entscheidende Schrittegegen die Verketzerten zu fordern. Aber so klugwar Heinrich allerdings, die wesentlichen Vor-thelle zu sehen, welche aus dem Kampfe beider Par-thieen auch künftig, wie jetzt, für ihn zu gewinnenseyem Allzu schwach, um Ruhe zu gebieten, mußtees ihm in vielem Streit aller Theile gegen dasWohl des Ganzen genug seyn, die geraden Stößevon sich abzuhalten und auf andere hinzulenken.Genau blieb er daher bei dem Grundsatz: die Ueber-macht und das Untersinken jeder Parchie mit glei-cher Sorgfalt zu verhüten. Die erste Frucht dieserStaatsmaxime waren lange Unterhandlungen zueiner Versöhnung zwischen der Ligue und den bis-herigen Mißvergnügten unter Montmorency undHeinrich von Navarra. Wurden gleich diese An-träge zur Güte durch den drohenden Ernst zweierHeere betrieben, so gieng doch am Ende nichtshervor, als eine Ausgleichung, welche jedem Theileinige Vortheile gegen den Andern, also neuenReiz zum Streit, erhielt. Wie hätte man auchvon Seiten des Königs Neigung haben können,die Anführer VieserHeere zu entscheidenden Siegenzu unterstützen ? Sie waren der Herzog von Guiseselbst und sein Bruder, der Herzog von Mayenne-,ein jüngerer aber noch mehr furchtbarer Rivaldes-niglichen Ansehens. Vielsagend klang das Resultat,die sogenannten Artikel von Bergerac, nochVielsagenderdas königliche Edikt von Poitiers.Aber mit diesem Tone von Oberherrlichkeit sprechenzu dürfen, selbst dies hatte der König den Mäch-tigsten