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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XLIII
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V0N 1574-bt's 1585-

zu feben.. Man drang also in ihn um ächtkatholi-sche Erklärungen für das Concilium von Trident,um Zernichtung der den tzugonotten gestattetenVergünstigungen, um offene Absagebriefe gegenalles, was antiliguistlsch zu seyn fortführe. Ersollte dadurch sich stillschweigend wider sich selbst er-klären. Alles war dann für den zu ernennendenAnführer der Ligue vsrgearbeitet, um ihn zumStellvertreter des Königs für das ganze Reich zuerheben. Aber wie aus den Wolken gefallen undbetäubt hörten die Versammelten, nach langem Zö-gern, in der entscheidenden Session, Heinrich denHI. sich selbst zum Anführer der Ligue erklären.Unvermögend, seine Selbstständigkeit zu behaupten,verwirrte er seine entschiedensten Gegner durch dieErklärung, an ihre Spitze zu treten, aufeine so betäubende Weise, daß für eine gute Zeitdurch diese einzige Formel ihre Tätigkeit ge-lähmt , ihr Plan zernichtet schien. Denn so reifwar dieser noch nicht, daß sie in dem Augenblickihn ausschlagen und ungeschcut sich für Thronsiür-mer vor ganz Frankreich erklären durften. Scha-de, daß es nicht bekannt ist, ob Heinrich selbst imhöchsten Gedrang auf diesen Meisterstreich derStaatskunst verfallen war oder wessen Klugheit ihndadurch vom schleunigsten Sturz rettete und Frank-reich für einer Thronveränderung bewahrte, derenFolgen wegen Spaniens Einfluß auf einer und we-gen der Reformirten auf der andern Seite unab-sehbar gewesen wären.

In der ersten Bestürzung wurde der Liguedurch den König und die Reichsversammlnng ihreLvnsistenz feierlich, aber so bestätigt, daß alle ihregeheimen Angriffe auf den König und seinen Hofeben ldadurch künsilichst abgewendet waren. Eine

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