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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XL
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«. Heinrich der in.

zu seiner Sicherheit an die Messe sich zu gewöhnen.Die Kömginn Mutter ließ ihn so genau bewachen,daß, selbst als der Prinz von Conds und dann ihrdritter Sohn zu den Mißvergnügten hinüber ent-wichen, doch der Bearner noch in ihrer Gewaltwar. Denn so wurde damals noch der künftigeHeinrich der Große von seinen Feinden genannt,ime einst Friedrich der Einzige nichts als Marquisvon Brandenburg heißen sollte Die haltbarstenFesseln für den Navarreser aber waren dieLiebes-verstm dnisse, in welche die schlaue Latharine sei«ne unerschöpfliche Reizbarkeit immer aufs neue zuve,stricken wußte. Seine Bearnische Erziehungbei schwarzem Brodt, Käse und Knoblauch schienthm nun blos für Weichlichkeit und Wollust Kräf-te vorbereitet zu haben. Daß er schon beiLoudne,bei Jarnac, bei Montcontour tapfer gefochten,daß er an eben diesen heißen Tagen, in einem 'Al-ter von rz. dis i6. Jahren über die Fehler der er-fahrensten Feldherrn richtig geurtheilt hatte, schienvon ihm vergessen zu seyn. Er liebte seinen Weinund seine Tafel, und war seinen röthlichten Haarenzum Trotz, mit seinen schmachtenden Augen derEroberer der Hofdamen, oder vielmehr ihr Besieg-ter, weil sie ihn, zugleich mit der Gunst ihrer Ge-bieterinn, zu erbeuten lauerten. Ein bräunlichter,feuriger Jüngling, mit einer Nase, welche alleinschon einen Alcibiades verrieth, fand er fast über-all, was er wollte und niemand argwohnte, daß

er