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Zweyte Abtheilung, Neunter Band (1795)
Entstehung
Seite
XXI
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von 1574 bis 1585 .

Situationen,- durch welche die Verfassung kulti-vierter Völker im steten Ringen menschlicherKraft mit den Lastern der Menschheit ihrem Idealnäher gerückt wird, ein Schauspiel zur Lehre undzur Warnung vvrzuhalttn ! Jedes Nebel, welchesim Großen das Staatswohi ganzer Volker zu hem-men vermag, hat von jeher in diesem Landei denBoden gesunden, auf welchem es sich? in seinerfürchterlichsten Große zeigte. Die willkührlicheVielherrschaft ungebandigter Kronvasalien, wel-ches Reich zerstückelte sie so lange mit ihren verhee-renden Fehden, wie Frankreich? Und da diesevielköpfige Plage einer unregelmäßigen, halb erschli-chenen, halb ertrotzten Alleinherrschaft wich, sowaren abermals für kein Land die traurigen Folgendieses Bausches, welche seiner Entstehung ausUebermacht und Bcrückung völlig entsprachen,drückender als für Frankreich. Hat alsdann nichteben-dieses Land in der Wuth jener Kriege, diezur Schande des Lhristenthums die Heiligen hießen,hat es nicht in der fanatischen Verfolgung vonGutmeincnden oder Schwärmern, welche bey ihrerVerschiedenheit im Glauben ans Uebernatüriichean natürlichen Kräften die schwächere zu seyn dasUnglück hatten, lallen andern das abschreckendsteBeispiel vorgezeigt ?! Und so wie cs in neuern Zei-ten durch die selbsterschapfenden Kämpfe "der Ehr-sucht mit seinen Nachbarn, durch Maitreffenregi-ment und Sitten vergiftende Ueppigkeit, zuletzt

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