Druckschrift 
[2] (1794) (1794)
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
 

. Lyl

könnte. Die Besetzung der Platze an der Küste be-

treffend, ließ er sich willig dazu finden, weil dießohnehin in seinen Plan paßte, ec schickte also Spa-nier hin, die den Regenten nicht verdächtig ftynkonnten, die aber ganz von ihm abhiengen, indem sieseit langer Zeit an sein Interesse und sein Glück ge-bunden waren. Er war auch noch so schlau gewesen,um auch den Hellsehendsten Staub in die Augen zustreuen, sechstausend spanische Musketier ins Zeug-haus von Neapel zu legen, gute Leute, die ihm je-derzeit gefolgt und so gut als feine Creaturen waren.

Allein die Regenten, die auf alle Art seine Ar-mee schwachen wollten, hatten einen neuen Einfall,dem ein minder verschlagener als er schwerlich entgan-gen wäre. Sie hatten beschlossen, ihm vorzuschla-gen: er möchte alle seine andern Truppen behalten,und nur die Franzosen abdanken, die ihnen verdächtigseyen, sowohl wegen der Anzahl, als wegen ihresmit dem andern Nationen unverträglichen Humors.Allein er bog diesem Streich durch eine seiner würdi-gen Feinheit aus. Denn sobald er Wind von diesemSchluß hatte, so gab er Befehl, daß sie alle enKorps zu ihm kommen sollten, ihren Abschied zu verlan-gen, damit sie sich entfernen, aber die Seeleute von ih-rer Ration mitnehmen könnten,die aufseinen Schiffendienten. Da sie nun öffentlich Vorgaben, sie wolltenin Venetianische Dienste gehen, und die Regentennicht wollten, daß ihre Feinde durch ein so beträchtli-ches Korps verstärkt würben; überdieß auch ihr«Schiffe dadurch leer und unbrauchbar geworden wä-ren , so baten sie ihn, sie zu behalten.

T s Zwey«