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[2] (1794) (1794)
Entstehung
Seite
125
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Um ihre Absicht besser zu verbergen, verkleide«tcn diese beyde sich in Franciseaner Mönche und beka-men unter dieser Maske durch Vermittlung einesKaufmanns, in dessen Gesellschaft sie von Turin ausgereist waren, und von dem ein Sohn darum ange-stellt war, Zutritt in die Citadclle von Mayland.Hierauf besahen sie auch die andern mit solchem Glück,baß man sie nirgends entdeckte»

Unterdessen ließen die Spanier, denen die Rei-sen des Präsidenten von Bullion zu dem Herzog vonSavoyen sehr verdächtig wurden, und die nicht zwei-felten, daß es auf ihr Verderben gemünzt sey, nichtsunversucht, um den Herzog auf ihrer Seite zu erhal-ten. Bald versprachen sie ihm beträchtliche Sum-men , damit er mit gutem Grund und kühn die An-träge des Königs ausschlagen könnte; bald suchtensie ihn durch seine Kinder zu gewinnen, und verspra-chen dem Prinzen von Piemont die Infantin vonSpanien, jetzige Königin von Frankreich, dem Prin-zen Philibcrt, seinem Bruder, Die Spanische Krön-admiralstclle mit großem Gehalt; dem Cardinal dasErzbischum von Sevilla von Hunderttausend Du-katen Einkünfte, und bald darauf das gleich einträg-liche von Montreal in Sicilien» Ueberdieß suchten siedie vornehmsten Rache des Herzogs auf ihre Seite zuziehen, von denen ein Thsil aus aller Macht daran ^arbeitete, seinen Kindern Liebe für Spanien einzupräsgen, so daß er Mühe hatte, sie für die neue Parthiezu gewinnen. Dazu ließen noch die Spanier auchihm selbst keine Ruhe, warfen ihm Wankelmuth undUndank vor, daß er sich von ihnen trennen wollte, da sieihm jederzeit in seinen wichtigsten Angelegenheiten bey»gestanden hätten; stellten ihm die Gefahr vor, die erlieft, wenn er sich ihren Haß zuziehe, indem sie sich

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