fen, wovon jeder einen kleinen Sack mit Mehl undeinen ändern mit Pulver trug, weil man ihm gesagthatte, daß die Belagerten sehr Mangel daran kitten.Dicß gelang ihm halb. Denn dieser Surkurs, derMit vier Glück zwo Stunden vor Tag bis mitten insLager gekommen war, erstieg einen Theil deö FelsenBernin (c): allein da sie zu früh riefen: es lebeSavoyen! wurden sic von einer Schi ldwachc ent-deckt welche Feuer gab, und Lärm machte.
Lesdiguieres, der diese Zeit über nie anders alsgewaffnet schlief, und immer vor seiner Thüre zweygesattelte Pferde stehen hatte, um überall hineilen zutonnen, wo seine Gegenwart nöthig seyn konnte, warfsich schnell auf eins und eilte nach der Gegend hin,wo er Lärm gehört hatte, während seine Leute einan-der beysprangen, auf die, Feinde an einer sehr schwe-ren Passage trafen, und sie so heftig angriffen, daßsie mehr als achtzig davon nicdermachten und einigegefangen nahmeN) worunter zwecn Capitains waren.Der Rest, waffenlos und verwundet,, warf sich inS^Schloß, ohne daß man sich bemühte, es ihnen zuverwehren, weil eS lauter unnütze, unbrauchbare Leutewaren, von denen vorauszuschen war, daß sie demSchloß mehr zur Last fallen und die Uebergabe be-schleunigen würden.
Dem unerachtet machten Dom Hicronimo vc»Vercelli und der Graf von Luccrna, welche in demSchloß kommandirten, die beste Miene von der Welt,und als man aufs neue in sie drang zu kapituliren,gaben sie zur Antwort: davon lasse sich allen-falls in sechs Monaten reden. Roch aMTag der Niederlage dieses Sukkurs hatten die vomSchloß ihre Todcen zur Beerdigung verlangt--, fanden
g 4 aber,