die Fremden wurden zu Kriegsgefangenen gemacht,die Einheimischen aber an Baume aufgeknüpft.
Vom Hunger gequält und in Verlegenheit mit ih-ren Tobten und Verwundeten, und noch dazu ohneHoffnung eines Entsatzes, ergaben sich einige Stun-den darauf die im Dorfe, auf die einzige Bedingung,daß ihnen das Leben bleiben sollte. Es waren bccy«hundert Pferde, und tausend Mann zu Fuß, welchedas Gewehr streckten und zu Kriegsgefangenen gemachtwurden. Darunter waren Alexander Vittlli, Mcstre deCamp/ aus einem der größten Häuser in Italien;Saint Romain, ein angesehener von Adel aus Pro-vence, und wohl dreyßig Capitains. Fünfzehn Fah-nen wurden dabey den Siegern zu Thcil, nebst einergroßen Anzahl von Pferden, und einer Menge Ge-päck, welches la Valette und LeSdiguieres gleich ver-theiltcn.
' Als sie alle Waffen hatten zusammenbringen undauf einen Haufen aufschichten lassen, um sie ebenfallszu vertheilcn, wobey der Capitam Gcnton die Obstchtzu führen hatte, gieng eine Büchse, an deren Zünd-pfanne man die Lunte auszulöschcn vergessen hatte, los,und brannte dadurch zugleich die andern alle ab, wo-durch Genton wie durch die Gewalt einer Mine in dieLuft gesprengt wurde; jedoch ohne weiter Schaden zunehmen, was um so mehr zu verwundern iss, da siealle noch geladen waren. Er wurde aber doch ganzwie gebraten davon, was ihm ohne Zweifel nicht we-nig schmerzen mußte.
Auf den Lärm davon eilte Lesdiguicres herbey,in großer Ungeduld, zu sehen, wle es ihm ergangensey, indem er sich wohl die Gefahr vyxsteüen konnte,