den Verbrecher mit dem Profosen, der ihn in Ver-wahrung habe, zu ihm herüber zu schiken, damit ermit ihm konfrontirt und so die Wahrheit herausgebrachtwerden könnte.
La Valette der sich nicht denken konnte, daß Lcs-diguiereS an einer so schlechten Handlung Antheil ha-ben sollte, antwortete ihm höflich; unter andern hieße6 in seiner Antwort: „er schäze ihn zu sehr, als daß„er glauben sollte, er könne auch nur den Gedanken„an eine so schlechte That gehabt haben; das Verhör„des Soldaten über Zeit, und Ort, wo er ihn gese-„hen haben wolle, rechtfertige ihn hinlänglich, in-„dem er einen ganz anders gebildeten Menschen als er„sey, angegeben habe." Wirklich wurde auch, alser Tag und Ort der Zusammenkunft mit LeödiguiereSangab, bewiesen, daß dieser sich damals just zu Am-brun befunden hatte, wo der Soldat nie hingekom-men war.
Lesdiguieres begnügte sich indesiennoch nicht damit,und benachrichtigte besonders dieSchweizerkantons sorg-fältig von dem Verlauf der Sache, init denen er schon instarkem Verkehr stand, und die sich in Rüksicht des Ober-sten um die Sache bekümmern konnten. Einige Zeit nach-her wurden die wahren Urheber dieser Bosheit be-kannt ; ihr Stand, einer der höchsten, schüzte sie abergegen die Strafe, welche ein solches Verbrechen ver-diente, und diese traf ganz allein diesen Unglüklichen,der bald darauf hingerichtet wurde.
La Valette hatte sich indessen vor Pont de Briongezeigt und sein möglichstes gcthan, um es mit Ge-walt wegzunehmen. Allein der Kapitain - Cadct vonCharence, der eS bloß mit Lesdiguieres Leibwache ver-theidigte, hatte ihn jederzeit so müthig abgetrieben,
daß