Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

testanken genöthigk, den andern zu weichen, um zuLesdiguieres bey Pont de Vrion zu stoßen, einem wich-tigen Paß, dessen er sich versichert hatte, um sich dasganze Land im Rüken ossen zu halten.

Wahrend des Scharmüzels hatte ein Soldat vonla Valettcs Truppen mit einem Schuß den Schwei-zerobersten, der ganz nahe an ihm war, an derSchul-,ter verwundet, und wurde arretirt, als er zu den Fein-den übergehen wollte. Ucberführt durch seine Fluchtklagte er sich freywillig an, er habe la Valette selbsttöden wollen, und beschuldigte ganz verläumderischerweise Lesdiguieres daß er ihn dazu verleitet habe. Esist also wichtig für uns, uns baldmöglichst darüber zuerklären, um weder Lesdiguieres noch dem Leser langein Verlegenheit darüber zu lassen.

Die Liguisten dieser Provinz haßten beyde Feld-herrn gleich sehr; den einen als Haupt der Protestan-ten, den andern als Diener des Königs r6). Siewollten also Lesdiguieres guten Namen zu Grund rich-ten, und zugleich la Valctkes Truppen zerstreuen, wassie für leicht hielten, wenn sie ihn einmal aus demWeg geräumt haben würden. In dzescr Absicht nunhatten sie einen Menschen untergeschoben, der sich ge-gen diesen Soldaten für Lesdiguieres ausgab, und ihnzu diesem Streich verleiten mußte; denn da er ein Aus-länder war und Lesdiguieres nicht kannte, so hielt esnicht schwer, ihn auf diese Art durch einen falschenLesdiguieres zu hintergehen.

Sobald nun Lesdiguieres seine Aussage erfuhr;trieb ihn eine gerechte Ungeduld, sich von diesem Be-trug zu reinigen, und er schrieb daher sogleich durch«inen Trompeter den er abfchikte, an la Valette uni»tzon Obersten, und beschwor sic, aufs verbindlichste,