2?5
er sie-kommen sieht, den Degen, halt sie an-, undspricht ihnen Muth ein, so daß sobald diese eitle Furchtvorüber ist, sie muthig umkehren, und die Befazungin Stuken hauen.
Herr von der Citadelle greift Lesdiguieres nundie Stadt an, wo die Innwohner sich in Eile mit ei-ner Barrikade gedekt hatten, die aber sogeich bezwun-gen wurde.
Als Geffan, Commendant in der Citadelle, woer aber nicht gewöhnlich wohnte, und des Crottes,Commendant in der Stadt sich auster Stand sahendiesen Strom aufzuhaltcn, so retteten sie sich in denbraunen Thurm, lind um desto sichrer darinn zu seyn,lassen sie Feuer an die daran stoßende Kirche legen, umsie für die Eroberer unbrauchbar zu machen, welchesich hätten darein legen und ihnen zu schaffen machenkönnen. Dies Feuer wurde aber sogleich wieder aufLesdiguieres eignen Befehl gelöscht, zu dessen Gütedie Innwohner ihre Zuflucht genommen hatten, umdie Plünderung abzuwenden , von der sie dann auchjedoch gegen eine versprochene Summe von zehntau-send Thalern frey blieben.
Indessen ließen, sich doch mehrere von den Sol-daten und selbst Officiers, nicht abhalten, in den Erz-bischöflichen Pallast lind in die Kirche zu stürmen, ob-schon sie voll von schwarzem erstikendem Rauch war.(ses Orres und Bardonnanche wurden gelobt, daß siesich dessen enthalten hatten.) Unter andern kostbarenZierrathen die sie enthielt, und welche weggenommenwurden, waren daselbst zwey große silberne Bildsäu-len ; eine von der heiligen Jungfrau, die andre vomheiligen Marcellin; diese ganz massiv, an Ge richtungesehr sechstausend Thaler; jene bloß von vier bis
S 2 fünf-