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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
274
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scherin des Gcbürges angesehen, (man hält sie für diehöchste Stadt in Europa) und war ganz paffend fürdie Absicht, die er hatte, einen Zufluchtsort zur Si-cherheit der Protestanten in dieser Gegend daraus zumachen, so wie er durch Einnahme von Montelimarfür die auf dem platten Lande gesorgt hakte. Er Höf-te also durch den Vesiz dieser beydcn Städte einen gu-ten Theil des Landes von sich abhängig zu machen;

' überdies erforderte es auch sein eignes Interesse, in-dem er sonst immer noch nicht darauf rechnen konnte,sein Glük sicher gegründet zu haben.

Avanson, Erzbischoff von Ambrun hatte seinenSiz darinn, derselbe den wir schon oben als seinenTodfeind gesehen haben, sowohl der Religion wegen,als weil er ihn seine Einkünfte nicht ruhig beziehenließ, und Lesdiguieres hätte sich gern seiner Personbemächtigt, um ihn der anfkeimenden Partey der Li-gue zu entreiffen, für welche dieser Prälat leidenschaft-lich eingenommen war. Er ergriff also diesen günsti-gen Zeirpunkt zur Ausführung seines Anschlags, undda er kürzlich die Citadelle durch einen seiner Edcllcute,les Örres aus der Stadt gebürtig, hatte rekvgnosci-ren lassen, so gieng er in der Nacht vom neunzehn-ten November von Chorges ab, lind ließ seine Leuteauf abgelegenen Wegen ziehen. Die, denen dies Ge-schäft aufgetragen war, kommen ohne Unfall an demblinden Thor der Citadelle an, und erbrechen es mitzween Petardenschlägen. Allein kaum sind sie drinn,so überfällt sic ein panischer Schreken, sie kehren umund suchen das Thor in solcher Hast und Unordnung,als wenn sie verfolgt würden.

Der Kapitain Jakob, mit dem Zunamen le Rou-re (die Steineiche) der hinter ihnen war, zieht sobald