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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
241
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durch einige besondre Umstände merkwürdig wird. Eswar die Geburt eines Sohnes, mir dem die Frauvon LeSdiguieres am eilften April 1530. glüklich nie-dergekommcn war. Sie hakte ihm zuvor schon einenandern gebohren, der aber sogleich wieder starb. Auchhatte er bereits eine Tochter, in deren schöner Nach-barschaft er noch izt fortlebt.

Bey der Geburt dieses Sohnes hakte er das Ver-gnügen, einen besondern Beweis von der günstigenGesinnung zu erhalten, welche der Herzog von Sa-voyen gegen ihn hegte, indem dieser Fürst ein beson-deres Verlangen bezeugte, ihm in der Taufe seinenNamen geben zu lassen. Da aber zu gleicher Zeitder König von Navarra gleiches Verlangen gegen ihnbezeugte: so befand er sich in nicht geringer Verlegen-heit, beyden gefällig zu seyn. Denn bey all dem Ge-horsam, den er diesem als seinem Herrn schuldig war,hätte er doch jenem nicht gern Ursache zur Unzufrieden-heit gegeben, der ihm so viele verbindliche Beweiseseiner Freundschaft gab. Da endlich beyde Fürstenihre Konkurrenz in diesem Punkt erfuhren, so verei-nigten sie sich dahin, daß jeder einen von Adel abschik-te, um das Kind zur Taufe zu bringen, und ihm soden Namen von beyden beylegen zu lassen, was dennauch geschah.

Wir sehen dies als ein Zeichen von der Achtungan, in welcher jesdiguieres bey beyden stand; wiewohlim Grund die Zuneigung des Savoyers nicht so ganzrein war, daß sie nicht auf seinen Eigennuz zum Theilgegründet gewesen wäre, indem er sich ihn gern verbind-lich machte, damit er ihm bey dem Vorhaben auf dasMarquisat Saluzzo nicht zuwider seyn möchte, mit demer damals umgieng, es sey nun, sich dessen zu bemäch-jvenkwürvigk. Vll.B. H tigen.