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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
235
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er den Frieden unbedingt «»nehmen wollte, so würdeihm der König eine besondere Besehlshaberstclle in derProvinz geben, mit dem Titel seines Lieutenants, inHberdauphine, jedoch so, daß er unter dem LieutenantGeneral stünde. UcberdieS versprach man ihm eineansehnliche Belohnung an baarem Gelde nebst zwecnfesten Pläzen, wenn er nur die andern übergebenwollte.

Die Absicht hiebey war, Lesdiguiercs, wenn erden Vorschlag cingicnge, dem Könige von Navarraverdächtig zu machen, und ihn folglich um seinen Cre-dit bey den Protestanten zu bringen: und sie dachtensicher, daß es hinlänglich zu deren Verderben in Dau-phin- wäre, wenn es gelänge, ihn von ihnen zu tren-nen. Da nun LcsdiguiercS wohl sah, daß dieser An-trag nichts als eine Lokspcise sey, um ihn zu fangen,und dann zu Grund zu richten: so verwarf er ihnstandhaft, obschvn verschiedene von seinen Freunden,die das Geheimnis nicht durchschauten, in ihn dran-gen, zuzugreifen.

Au eben der Zeit suchte man auch ihn nach Gre-noble zu bekommen, und die Koniginn Mutter hatteihm befohlen sich daselbst einzufinden: allein weil erWind davon bekam, daß er dort nicht ganz sicher seynwürde: so ersann er einen Vorwand, um es zu um-gehen. Sie reiste hierauf in ValentinoiS hinab, woihre Durchreise dem Vice-seneschal von MontelimarJakob Colas Gelegenheit zu folgender Unbesonnen-heit gab.

Dieser Vice-seneschal, ein muthiger Anhängerder Ligue, der oft sich neben seiner Civilstelle noch indas Kriegswesen mischte, (es war derselbe der nachden Unruhen Gouverneur von la Fere war) eifrig für

die