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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
224
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Ich will hier so wenig als sonst dem freyen Ur-theil meiner Leser vorgreifen: ich lasse ihn von dieserHandlung denken, was er für gut findet, und zweiflenicht, daß er sie eher befremdend als ausserordentlichfinden wird. Was die Helden thun, ist zwar immergroß und verdient Bewunderung; darf aber nichtjederzeit zum Muster für andre dienen. Ich begnügemich überdies, zu sagen, daß der bald darauf erfolgteTod Platels ihm nicht gestattete, der guten Meynunglange zu entsprechen, die sein Herr von ihm hatte.

Um wieder auf nusern Hauptgegcnstand zu kom-men ; nach Montbruns Tod harten sich die Vornehm-sten unter den Protestanten nach verschiedenen Seitenhin zerstreut, und sich beynahe -so viele Parteyen ge-bildet, als angesehene Männer waren. Die von Ober-dauphine folgten LesdigliiereS, den sie als ihren de-fignirten General betrachteten; weil er aber diese Wür-de ausschlug, deren ohne Zweifel kein andrer so wür-dig war, als er, so beschlossen sie sich deswegen anden Marschall von Darwille nachherigen Connetablevon Frankreich zu wenden, den sie als eine der wich-tigsten Stüzen ihrer Partey kannten; denn er hattesich für sie erklärt, nicht aus Neigung für ihre Re-ligion, sondern um sich gegen den Haß zu sichern,den daö Haus Guise auf ihn geworfen hatte, das alle,die wie er, dem Hause Bourbon anhiengen, anfein-dete. Indem sie ihn also baten, ihnen einen Anfüh-rer zu geben, hatten sie, selbst auf Lesdiguieres An-rathen, die Augen auf den Grafen von Ventadvur,Neffen des Marschalls geworfen, sowohl in Rüksichtauf seinen Stand, als um durch diese freywillige Er-nennung den Oheim zu verbinden. Da sich aber derGraf verschiedenem«! entschuldigte, so baten sie denMarschall, ihnen Lesdiguieres zu geben, und baten