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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
225
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UM so dringender, da sein Schwager Morges, aufden er selbst gestimmt hatte, es ablehnte und ihnvorschlug, wiewohl er als der Aeltere es hätte anneh-men können. Da also ihr Deputirter Calignon denMarschall sehr darum anlag, Lesdiguieres zu befehlen,daß er die Stelle annchmen möchte, deren man ihnmehr als einen andern fähig hielt, so schikte er ihndie Bestallung darüber zu, der zufolge er von denenGehorsamerhielt, denen er selbst zu gehorchen sicherboten hatte.

Allein die von Niederdauphirw, eifersüchtigdarüber, daß Montbrun ihm immer den größtenTheil seines Ansehens ertheilt hatte, traten dieserWahl nicht bey, und suchten sie jeder für sich zuerhalten; denn sie achteten sich und waren auch nicht geringem Standes noch minder wichtig inder Partei) als er. Sie spannen daher verschiedeneIntriguen unter sich an. Als die Sachen so standen,wollte der Prinz von Conde, der aus Teutschland zu-rükkam und auf seiner Reise durch Dauphins nachLanguedoc von diesen MiShelligkeiten gehört hatte, mitseinem Ansehen ins Mittel treten, berief die Interes-senten nach Gap und befahl ihnen, Lcsdiguieres anzu-crkennen.

Dies heilte zwar dem äußern Anschein nachdas Uebel dieser Spaltung; hob es aber nicht wirk-lich: denn so sehr er sich auch Mühe gab, wurde seinWille doch nicht länger respektirt, als seine Anwesen-heit währte.

Der König von Navarra, der von der Güte die-ser Wahl überzeugt war, autorisirte sie durch seineBestallung und gab Lesdiguieres in seiner eignen Ab-Denkwürdigk. VI1B. P wesen-