Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
221
Einzelbild herunterladen
 

so gut, daß Puteville und mehrere andere katholischeHäupter das Leben dabey verlohren.

Da hierauf Gordes sich über Aspres und Val.lonnois in starken Märschen nach Grenoble.zog, kehrtLesdiguicres wieder um, beschießt das Schloß Ambel,und ohne zu warten, bis die Lüke brauchbar genugwar, stürmt er, erobert es, und läßt alles was darinnist, über die Klinge springen, besonders l' Escuyer,zum Lohn für seine Verrätherey. Hierauf wendet ersich gegen Cvrp: Ccnturio aber, der sich nicht sichergenug daselbst glaubt, macht sich bey Nacht davon,und läßt la Tour mit beynahe siebenhundert Manndarinn, Lesdiguicres rükt mit vier bis fünfhundert da-vor, überfällt in einer mondheilen Nacht die Stadtauf zehen Seiten und erobert sie, macht einen Theilder Besazung nieder, während der Rest mit la Tourflieht, und Zeit hat, Devolvy zu erreichen und sichdurch das Gebirge davon s zu machen, wo Lesdiguie-res nicht der Mühe werth hält, sie zu verfolgen.

Als Gordes die Wiedereinnahme von Corp undAmbel erfuhr, wollte er sich dafür rächen, kehrte sichgegen Varee, und grif das Schloß AlliereS an, wofünfzehn höchstens zwanzig Mann lagen', nicht sowohlzur Verteidigung als es in Abwesenheit des Kapi-tains, der bey Lesdiguicres war, zu bewachen. Derkleine Trupp war also von allem was zur Verthcidi-gung erforderlich ist, entblößt, und glaubte überdiesnicht , daß GordeS, der sehr stark war, sich gern beyeiner solchen Kleinigkeit würde lang aufhalten wollen:mußte also nach drey Tagen kapituliren.

Hierauf wollte er Lesdiguieres von der Gegend umGrenoble abziehen und ihn auf die Ebene herausloken,