-84
nannt, ein braver Kavalier aus Dauphine, unterMontbrun zum Verfechter der Protestanten auf,rükte mit Truppen ins Feld, und foderte alle von sei-ner Religion auf, sich unter seine Fahnen zuversammeln. Er hatte sesdiguieres noch besondersangelegentlich aufgefodcrt, theils weil er mit ihmverwandt war, theils aus persönlicher Achtring, fandihn aber nicht so leicht zu bewegen, indem er nichtgern die Waffen gegen seinen Fürsten führen wollte,und überhaupt eine Abneigung gegen jede Art vonLeichtsinnigkeit wie z. B. die Verwechslung einer Partei,in sich verspürte. Er stellte ihm daher vor: „in der gegen-wärtigen Verfassung, worinn sich der Staat befinde,„heiße es dem König wirklich dienen, wenn man sich den„Unternehmungen derer widerseze, welche seine Iu-„gend ihren Einfluß mißbrauchten, und Unordnungen„erregten, um in den Umsturz der Protestanten daö„HauS Bourbon mit zu verflechten, das eine Men-„ge d' rinzen zahlte, die fähig wären, auf dem Thron„zu folgen; und um auf diese Art alles aus dem We-„ge zu räumen, was ihrer Ehrsucht hinderlich seyn„könnte; indem sie auf diese Art wie bisher den Kö-„nig Tag und Nacht umringt hielten, hätten sie sein„Gemüth so sehr eingenonimen, daß sie nur Eindrüke,„die ihnen günstig wären, zuließen, und diejenigen„bey ihm für Empörer ausgäben, die er einst noch„für seine getreusten Unterthanen erkennen würde."
Mit dergleichen Reden, die darauf zielten, ihmdas Vorhaben der Ligue zu enthüllen, welche Frank-reich nachher in seinem Schooö entspringen sah, be-schwor er ihn, die Sache Gottes nicht im Stich zulassen, welche hier mit der des Königs und des Staatseng verbunden wäre, den man auf diese obschon ge-waltsame doch zur Rettung von dem drohenden nahen
Ver-