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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
176
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Dies Haus besaß ferner so viel Reichthümer alsEhre; ja es wurde sogar für eins der wohlhabendstenin der Provinz gehalten. Seit einiger Zeit aber wares unter einem Ahnherrn unsers Lcsdiguieres äußerstin Verfall gerathen, gleichsam zufolge einer geheimenFügung seines Geschiks, damit dieser Dann denRuhm haben möchte, es vom Grundstein bis zumGiebel zu erheben, und so in jeder Rüksicht der Werk.Meister seines Glüks zu seyn. Dieser Ahnherr hat-te einen Zwist mit seinem Nachbar dem Bischoff vonGap, einem hochmüthigen Prälaten, der sich mit et-was mehr Hize, als eigentlich der Wohlstand Per-sonen seines Standes erlaubt, darüber aufhieltdaß jener in seinem Gebiet jagte. VeyderscitigeFreunde hatten, um einen Vergleich zu bewirken, eineZusammenkunft zwischen beyden aus dem Schloß vonAye, dem Prälaten gehörig, veranstaltet; aber auf-gebracht über dessen gewöhnliche Bravaden war derRitter seines Zorns nicht länger mächtig und warf ihnzum Fenster hinaus. Da es nicht sehr hoch war, sobrachte der Prälat, der mit einem zerschellten Körperdavon gekommen war, seine Klage auf Genugthuungfür diese Beleidigung vor den heiligen Stuhl, undbrachte es durch Unterstüzung des ganzen Klerus da-hin, daß der Ritter einer strengen Buße nicht entge-hen konnte, die ihn des größten Theils seines Ver-mögens beraubte und ihn lange Zeit aus seinem Va-terland entfernte, bis er sich durch ausgezeichnete Dien-ste, die er während seiner Verbannung dem Staatleistete, seine Zurükberufung verdiente. Einige sezenhinzu, bey seiner Abreise habe er geäussert, er gehenach Teutschland, woher seine Vorfahren gekommenfeyen, und er werde dort noch Verwandte und Un-kerstüzung finden.