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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
30
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fand sich bey allen Gelegenheiten ei», und suchte siemit dem König zu vergleichen, indem er ihnen schik-liehe Sicherungs-Mittel angab, um nicht betrogenzu werden. Aber je mehr sie diese in Erwägung zo-gen, desto weniger hielten sie dieselbe für möglich, dasie auf die Verletzungen von Treue und Glauben, undauf die Grausamkeiten zurüksahen, welche man gegendie Reformiere!! üusgeübt hatte. Ich wollte dir dieseUnterhandlung erzählen, da es so viele Meynungcndafür und dagegen giebt. Einige sagen, daß Herrvon de la Noue darinn Tadel verdiente, daß er, imAnfang der Belagerung, da er sich in Röchelte aufhielt,Waffen darum getragen habe, und ihnen sehr diente,um sie für sich zu gewinnen. Andere, und unter die-sen die Refvrmirten, sagten: feine Ueberredungcn, sichmit dem König zu vergleichen, hätten die Herzhaftig-keit der Einwohner erschüttern können. Es gab vonder einen und von der andern Seite Leute, welche ihnbeschuldigten, daß er so wohl dem König als den Ein-wohnern von Rochelle schlecht gedient habe,

So sind die Handlungen der Menschen großemTadel unterworfen, da man öfters entweder Feindeoder Unwissende zu Richtern hak. Dies ist der Fallbey denen, welche nicht bedachten, daß der Versprachdes Herrn de la Noue aus Noch geschah, und daß etder ihm gemachten Bedingung, wieder heraus zu kom-men, Genüge leistete, auch daß er sich nicht verbind-lich gemacht hatte, die Waffen nicht mit ihnen zu tra-gen, eben so wenig, als seine Ueberredungcn bloSauf einen Vergleich einzurichten, welches er doch that.Ja wer vernünftig urtheilt, wird in dieser Handlungsehr viel Klugheit erkennen, wenn et alle die Verle-genheiten bedenkt, in welche dieser große Mann ge-rieth, entweder sein Leben zu verlieren, odet seine Reli-gion und den Plaz derer hinzugeben, welche die Waf-fe»