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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
21
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Kampfspiel in den Schranken, wie sie der König im gro.ßen Saal auf der Erhöhung hatte cinrichtcn kaffen.Er war mit acht andern darinn, und wenn die Par-tien den Gang durch den Saal gemacht hatten, gieri-gen sie hinaus, so daß sie zu zweyen, dreycn bis fünfenmit einander zum Saal wieder herein kamen. Die-jenigen, welche im sager waren, thaten Ausfälle, undgiengen nach Art eines Scharmüzels auf jene los, sodaß sie in der Mitte des Saals auf einander trafen.Hier wurden sodann Piken gebrochen, undmitSchwcrd-tern gefochten. Dies dauerte einige Zeit, bis der Kö-nig , gerade so, wie bey einem Ausfall aus einer be-lagerten Stadt die Belagerer, als der stärkere Theil,die Vertheidiger zurüktreiben, sich in seine Vestung ein-schloß, wo man ins Handgemenge,kam, und alsdann dieseneue, aber sehr schöne Art von Streit ein Ende nahm.

Kurz nachher fieng man an, die Heurath desKönigs von Navarra, jezigen Königs von Frankreich,mit Madame Margarethe, der Schwester des Königs,in Vorschlag zu bringen. Ich war damals gegenfünfzehn Jahre alt, und begann dem König, dem Mon-sieur , und dem Herrn Herzog Cour zu machen; dochdem leztern häufiger als den beyden andern. MeinHofmeister starb; der Herr de la Boissiere blieb beymir. Ich fürchtete jezt die Schläge nicht mehr, undhatte für den Herrn de sa Boissiere weniger Achtung,so daß ich mich oft den Vergnügungen gegen meinePflicht überließ, und meinem Naturell folgte, welchesausser den gewöhnlichen Eigenschaften junqeräeute nocheinige Neigung hatte, mehr Fehler als ^lugeüden zubilligen und nachzuahmcn. Der König ffnchtc häufig,und ich hörte ihn öfters sagen, daß das Fluchenbey einem jungen Menschen Beweis von Herzhaftig-keit sey.