-- . . — I !)
beftatzt. Ich wollte nichts gestehen, bis Mein Hof-meister mir so viele Paeticularitäten sagte, daß ichnotwendig einsehen mußte, daß ek mit vollkommenerZuverlässigkeit von der Sache -sprach. Mein Lakai)wurde gerufen. Seine Gefahr ließ mich weniger we-gen meiner selbst besorgt styn, daß ich nämlich geschla-gen werden sollte. Ich gestand deswegen dem Herrnvon Röfignac alles, und versicherte ihn, daß nichtsals das Verlangen, Ehre zu erwerben, uns hiezu ge-trieben hätte. Mein Lakay hatte es mir mehrmaltzn ver-weigert, aber mein heftiges Zudringen hätte ihn end-lich bewogen, es mir zu versprechen; ich bäte denHofmeister, es ihm zu verzeihen. Dies that er Nacheinem derben Verweis, daß ich den Fehlet gemachthätte, ihm mein Verlangen zu verhehlen, da ich den-ken sollte, daß er. nichts abrathen würde, was zumeiner Ehre gereichen könnte; ich zeigte für mein Al-ter sehr viel Anmaßlichkeit und Zutrauen zu mir sel-ber, da ich solche Unternehmungen wagte; er hattemich für gehorsamer gehalten, und geglaubt, ich wür-de ihn zu sehr lieben, um ihm auch nur das gering-ste zu verhclen; er befände sich gegenwärtig in Ver-legenheit, was er thun sollte: meine Anverwandtebenachrichtigen, und nach ihrem Gukbefinden zur Be-strafung schreiten? oder das auf der Stelle vollzie-hen, was er seinem Amte nach thun sollte? oderfeinen Abschied verlangen, da er nicht im Standewäre, meine Fehler zu verbessern, wie er sich verspro-chen hätte? Dennoch wolle er einige Zeit warten,um besser darüber nachzudenken, was er thun sollte.Ich bat ihn hierauf mit Thränen in den Augön, mitzu verzeihen; ich wollte mir gern alles gefallen lassen,nur möchte er mich nicht verlassen; ich würde in Zu-kunft Nicht nur keinen solchen, sondern nicht einmalviel kleinere Fehlet begehen. Er gierig weg, und be-suchte , wie ich glaubte, den Herrn von Sk. Sulpice,B 2 Um