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Zweyte Abtheilung, Siebenter Band (1794)
Entstehung
Seite
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Herr von Montmorenei fand jene Herren bereit,sich aufs Pferd zu sezzen, um auf den folgenden Tag,welches der neun und zwanzigste war, vor Tages-anbruch bey Oefnung der Thore von Meaux zu seyn,und da bcwafnet dem König die Mittel vorzustellen,wie er seinen Staat sichern könnte, wenn er nämlichsein Conseil reformirte, und dem Hause Lorraine kei-nen Zutritt dazu verstattete. Montmorenei hält sieauf, und bittet sie um Zeit zu einer Unterredung, daer ihnen befriedigende Nachrichten bringen zu könnenhoffe. Sogleich schikt er an den König und an sei-nen Vater den Herrn Connetable, läßt ihnen den Zu-stand der Dinge zu wiffen thun, und verspricht, siehier bis auf z Stunden aufzuhalten, um für den Kö-nig soviel Frist zu gewinnen, daß er sich nach Parisverfügen könnte.

Auf diese Nachricht entschloß man sich sogleichzur Abreise, und sieng schon Abends an, die Bagageaufzuladen. Ich war an diesem Tage zwölf Jahrealt, bemerkte diese für mich neue Dinge, und machtedie Beobachtung dabey, daß alles mit großer Eile undBestürzung geschah; ich habe aber nach meinen nachma-ligen Erfahrungen die Furcht, welche man damalshatte, wunderbar gefunden, da die ganze Mannschaft,welche den folgenden Tag mit dem Prinzen erschien,nicht aus zwcyhundert matten lind schlecht bewaffne-ten Pferden bestund, da hingegen der König sechs-tausend Schweizer, vier Compagnien du Corps,die hundert Schweizer von seiner Garde, und mehrals dreyhundcrt Edelleute hatte. Jedoch ist glaublich,daß, wenn die Reformirten nicht aufgehalten wordenwären, und sich, che man Meaux verließ, am Thor ein-gefunden hatten, man cs schwerlich geschloffen behauptethaben wistde. Solche Verlegenheiten werden gewön-lich durch die Furcht vor innerlichen Factionen bewirkt,

welche