Charten zu unterrichten, in welchen beyden Stukenich sehr viel mit Vergnügen von ihm erlernte.
Die Frau ConnetabliN war eine der abergläubi-schen Damen ihrer Zeit. Sie stellte sich vor, dieWissenschaften könnten mich zu derjenigen Religionverleiten, zu welcher mich Gott in der Folge gelan-gen ließ. Dies war zu meinem großen Unglük Schuld,daß mir mein Lehrer, und dadurch auch bas Mittel,Sprachen und Philosophie zu lernen, benommen wur-de; was in allen Aemtern, welche ich begleitete, eingroßer Fehler für mich war, wie du es im Verfolgmeiner Erzählung finden wirst.
. Das Haus Montmorenci rvar damals wegen sei-ner Verbindung mit dem Hause Chatillon bey der Kö-nigin, des Königs Mutter, nicht mehr beliebt, undwurde ihr verdächtig. Der Umstand, daß ich meineErziehung daselbst, so nahe bey demselben, bekam,vcrwikelre mich schon in meiner Jugend in genaue Be-kanntschaften mit diesem Hause. Ich blieb bis inmein zehenkes Jahr in Chantilly, wo ich zum Glükbey meinem Großvater beliebt war. Mein Geist, derziemlich rasch, aber doch sorgfältig war, gut gesagteDinge aufzufassen und zu behalten, ließ mich vonmeiner Jugend an die Tugend und Weisheit des Con-netables bewundern, und machte, daß ich gewisse Aeus-serungen und Arten des Benehmens, welche ich anihm wahrnahm, mein ganzes Leben hindurch zu mei-nem unbeschreiblichen Nuzen im Gedächtnis behielt.
In meinem zchentcn Jahre wurde ich an den Hofgebracht, unter der Regierung Carls IX, wo ichvom K önig, von der Königin seiner Mutter, und vonden Herrn von Anjou und von Alencon sehr gut aus-genommen wurde. Iezt da der König noch minder-jährig war, die Königin seine Mutter sich bey derA 2 Regie-