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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
429
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tragen ließ, sich in eine große terrasslrte Lindenalleenach der andern Seite des Gartens begab» Der dama-lige Geschmack brachte cs so mit sich, daß man eineMenge äußerst bedeckter Alleen mit vier bis fünf Rei-hen Bäume oder Pallisaden haben mußte. Hier setzteer sich auf eine kleine Bank oder Lehnstuhl von gefirnis-tem Holz zu zwey Personen, lehnte sich mit dcydenEllenbogen in ein großes gegittertes Fenster, das jetztebenfalls weggcnommcn worden ist, und amusirte sichdamit, auf einer Seite eine gngenehme Landschaft, aufder andern eine zwote sehr schöne terraffirtc Allee zubetrachten, welche um eine sehr große Wasserpartie,der neue Teich genannt, läuft, und von einem Wäldvon hohen Bauholz geschlossen wird, welcher der großePark heißt. Bisweilen genoß er das Vergnügen derPromenade in seinem Park, und sehr oft in seinemWagen oder Kutsche mit seiner Gemahlin, der Herzo-gin. Der Zwischenraum von der Promenade bis zurAbendtafel wurde abermals mit denselben Beschassti-gungen wie früh ausgefüllt. Bey der Abcndtafelgieng cs zu wie bey der Mittagstafel, bis jeder sichauf fein Zimmer begab.

Da der Herzog von Sully wegen seiner Religionkeinen Orden bekommen konnte, so hatte er sich eineneignen für sich gemacht. Auf dem Jnventarium sei-ner Effeeten stehen verschiedene Demantketten, welchedazu gebraucht wurden» Er trug also besonders seitdem Tod Heinrich des IV eine goldene oder Demank-kette, woran eine große goldne Medaille hieng, aufwelcher erhaben das Bild dieses großen Königs ge-prägt war. Von Zeit zu Zeit nahm er sie, verweiltebey ihrem Anblick, und küßte sie: er legte sie nicht ab,selbst wenn er an den Hof kam, so wenig als seine alte

Klei-