Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
414
Einzelbild herunterladen
 

nig vorhcrsähe. Die Herrn Mangot und Barbinsagten zu ihm: damit wäre eS noch nicht genug, ermüsse auch die geschicktesten Gegenmittel ansagen.Daraufwußte er keine andere Antwort, als: die Gefahrfty groß, und ohnfehlbar würde man bald traurigeWirkungen davon erblicken. Nachdem er sich schonaus dem Cabinet wegbegeben hatte, trat er wieder miteinem Bein und halbem Leib herein, und sagte diesencmlichen Worte: Sie, und Sie Madame, ich bitteEure Majestäten das wohl zu bedenken, was ich Jh.nen hier gesagt habe; ich entledige mein Gewissen da-von. Wollte Gott sie wären unter zwölfhundert Pfer-den, ich sehe kein anderes Mittel. Damit gieng er."

Zwar ließ der Haß dieses Schriftstellers gegenHerrn von Sully ihn zu dieser Erzählung nach folgen-de Worte hinzu fügen:Da der Herr Prinz arretirkworden war, und die Ministers zu der Königin sagten:daß alles verlohren sey, wenn sie ihn nicht loßließe,setzte der Herr Herzog von Sully heftig und unüber-legt, indem das Feuer seines Geistes sich blos an dieGegenwart hielt, ohne sich an die Vergangenheit zuerinnern, noch sehr tief in die Zukunft zu blicken, zudem was die andern gesagt hatten, hinzu: wer auchder Königin diesen schlimmen Rath gegeben haben mö-ge , habe ihn zum Verderben des Staats gegeben.Die Königin antwortete ihm: sie wundre sich sehr daßer es wage dies zu ihr zu sagen, und er müsse wohlDen Verstand verlohren haben, da er sich nicht mehrerinnere, was er erst vor drcy Tagen zu dem Königund zu ihr gesagt hätte. Darüber wurde er so ver-wirrt, daß er sich plötzlich wegbegab, zu großem Er-staunen aller der anwesenden Herrn. Seine Gemah-lin suchte ihn nachher zu entschuldigen, indem sie sagte:das durchdringende Gefühl von Furcht, worinn ex