Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
413
Einzelbild herunterladen
 

4iZ

welcher er zeigte, daß die Sachen nicht mehr acht Ta»ge in der Lage bleiben könnten, wohin sie gediehen wä-ren. Bey dem Schwanken worinn sie sich befanden,müsse unfehlbar das ganze Ansehen in die Hände desHerrn Prinzen fallen; es würde aber in den ihrigenbleiben, wenn sie es fest zu halten wüßte; schließlich,halte er sie nicht für sicher in Paris, und so wie jetztdie Gemüther der Großen und des Volks gestimmtwaren, möchte sie wohl nebst ihren Kindern besser mittausend Pferden im freyen Feld, als im Louvre auf-gehoben ftyn. Ec habe cs für seine Pflicht und füreine seiner Verbindlichkeiten gegen den hvchseligen Kö-nig gehalten, Ihr obiges anzuzeigen, indem er mit sei-nem Leben nicht anders zu helfen wüßte, das er gernaufopfcrn wollte, wenn er dadurch den König, sie undden Staat zu retten wüßte. Dann beurlaubte er sichvon ihr, und bat sie, wohl zu überlegen, waS^r ihrgesagt habe. Im Fall sie nicht die gehörigenMittel dagegen anwendete, so wollte er seine Händeüber all das Unglück gewaschen haben, und sie alleinwürde Schuld daran seyn, weil man sie davon benach-richtigt und sie das Unglück vorher gewußt habe. DerVerfasser der Histoire de la Mwe und du Fils läßtwider iseinen Willen dem Herzog von Sully, diese Ge-rechtigkeit wiedersahrenDer Herr von Sully sagt er,verlangtAudicnz bey der Königin, um mir ihr alleinin Angelegenheiten zu reden, welche, wie er sagte, dasLeben Ihrer Majestäten beträfen. Sie hatte Arzncygenommen; allein bey einer so wichtigen Sache glaub-te sie, es nicht anstehen lassen zu dürfen, ihn vor sichzu lassen. Der König befand sich pon vhngcfehr beyihr, die Herrn Mangot und Barbin waren auch da.Er hob dann eine lange Rede an, von den schlimmenAbsichten, welche diese 'Prinzen halten, und von demunvermeidlichen Unglück, das er darinn für den Kö-nig