Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
412
Einzelbild herunterladen
 

4-12

des morgen zu eröffnenden Landtags abzuhelfenbemüht seyn; und da ich mir würklich ver-spreche, daß Sie sich jederzeit das Beste unddie Förderung der Angelegenheiten des Königs, er.meldten meines Herrn und Sohns, angelegen seynlassen werden, so werden Sie auch bey erster gün-stigen Gelegenheit sich des gegenwärtigen zu diesemEnde bedienen, wie Sie es am besten erachten wer«den, und ich werde Gott bitten/ mein Vetter, daßer Sie in seinen heiligen Schutz nehme» GegebenNantes am August 1614.

2hre

wohlaffektionirte Muhme-Maria.

Im Jahr 1616. brach die Empörung der Pro-testanten aus. Man sähe bey dieser Gelegenheit, wiesehr der Herzog von Sully das Beste des Staats demInteresse seiner Partey und seinem eignen vorzog.Da m Vorschlag gebracht worden war, die Parteydes Prinzen von Conds mit der der Calvinisten zu ver-einigen, ein Entschluß, der aller Wahrscheinlichkeit nachden Untergang des Reichs nach sich gezogen habenwürde, verweigerte der Herzog von Sully, dessenStimme allem Anschein nach ein sehr großes Gewichtgehabt haben würde, sie durchaus, und blieb standhaftdem König getreu. Bassompiere spricht in seinen Me,moiren folgendermaßen davon:Der Herr von Sul-ly, welcher das Beste und die Erhaltung des Staatswollte, erhielt sich mit beyden Thcilen in gutem Verneh-men , und suchte sie zufrieden zu stellen, so lang sienoch sv wie sie waren bestehen könnten, indem er bis-weilen der Königin Mutter, bisweilen dem Herrn Prin-zen zukrug. Einst, am 26. August verlangte derHerr von.Sully Abends Audienz bey der Königin, in