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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
398
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kannt zu machen und zu verbreiten, welche diesem dieAugen über seinen wahren Vvrtheil und über den wah-ren Beweggrund öffnen sollten, welcher Heinrich undden konföderirten Fürsten die Waffen in die Hände ge-geben hätte. Diese Manifeste waren mit sehr großemFleiß aufgesetzt. Der Geist der Gerechtigkeit, der Ge-radheit, der Redlichkeit, der Uneigennützigkeit und derguten Politik blicken darinn überall hervor. Ohnenoch darinn alle die Veränderungen ganz zu entdecken,welche man in Europa vornehmen wollte, gab man zuverstehen, daß das allgemeine Interesse alle Fürstenbewaffnet habe, nicht nur um das Haus Oesterreich zuVerhindern, sich in Besitz der Cleveschen Staaten zusetzen, sondern auch um es aus den vereinigten Provin-zen und aus allem, was es mit Unrecht besäße, zu ver-treiben» Ihr Zweck sey alle diese abgenommenen Stückeunter die schwächsten Fürsten und Staaten zu vertheirten. Man müsse diese Unternehmung nicht als eineUrsache ansehen, welche den Krieg durch ganz Europaentflammen sollte; obschon bewaffnet, verlangten dieKönige von Frankreich und von Norden nichts weiterals den Titel von Vermittlern bey den Ursachen, wel-che Europa hatte, sich durch ihren Mund über dasHaus Oesterreich zu beschweren, und suchten nichts alsdie Streitigkeiten dieser Fürsten unter einander gütlichauszumachen. Sie verlangten bey dieser Gelegenheitnichts, ohne einmüthige Bewilligung nicht nur allerdieser Mächte, sondern auch aller Völker vorzunchmen,welche man einiud, den alliirten Königen ihre Vor-stellungen zu machen» Dies wäre der wesentliche In-halt der Cireularbricfe gewesen, welche Heinrich unddie verbündeten Fürsten zu gleicher Zeit an alle ihrerHerrschaft unterworfene Orte hatten ausgehcn lassen,damit die dadurch unterrichteten Völker jihre Stim-men vereinigt Hätten, und so von allen Seiten der

Christen-