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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
390
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desPabsts undderVenetianer heimsiellte, machte er siesich um so mehr verbindlich, als er dadurch zuihren Gunsten den ganzen Vortheil der Parthcyen unvdie ganze Ehre des Richtcramts vereinigte. DerPabstkam daher auch auf den ersten Antrag, der ihm deswe-gen gethan wurde, Heinrich selbst entgegen. Er ließ erstanfragen: obman bey den gegenwärtigen Umständen fürgut fände, daß er das Amt eines gemeinschaftlichen Vcr«Mittlers übernähme, um den Frieden in Europa herzu-stellen und den Krieg, den besten Fürsten beständig mit«inander führten, in einen ewigen Krieg gegen die Un-gläubigen zu verwandeln. Denn diesen Theil des Pro-jekts hatte man ihm sehr sorgfältig gcoffenbart.>Das hieß hinlänglich erklären, daß er nicht Lust habe,etwas ohne seinen Bcytritt geschehen, und noch weni-ger , den angebotenen Vorthcil aus den Händen zukaffen.

Pauk V. erklärte sich noch deutlicher, als erglaubte, daß es Zeit wäre zu reden. Ubaldini seinNuntius sagte dem König: Se. Heiligkeit machten sichanheischig , unter allerley Vorwand für die Union ge-gen das Haus Oesterreich zehntausend Mann Infante-rie, fünfzehnhundert Mann Cavalkerie und acht Kano-nen zu stellen, vorausgesetzt, daß Se. Majestät es über-nähme das crfoderliche Geld zu deren Unterhaltung aufDrey Jahre herzuschießen, daß man ihm jede Sicher-heit über die Abtretung von Neapel und die andernihm versprochenen Gerechtsame leiste, und rechtlich dieBedingungen erfülle, welche er seiner Seits demTractat beyfügen zu mästen glaube. Diese Bedingun-gen, wenigstens die hauptsächlichsten waren, daß mankeinen andern als einen Katholiken zum Kayscr wähl-te; daß die Römische Religion bcy allen ihren Ge-rechtsamen so wie die Geistlichen bey allen ihren Pri>