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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
387
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es in Ungarn, Böhmen und Niederösterreich mit deereformirten Religion hielt, mit einer Menge protestan-tischer Fürsten und Städte in Deutschland, undenklichmit allen reformirten Schweizer-Cantons vermehrtzu sehen. Und als die Cievische Erbfolge, welche deeKayser, wie man sah, an sich reisten wollte, einen an-dern Grund zur Verbindung abgegeben hakte, warbeynahe niemand mehr in Deutschland, der es nicht mituns gehalten hätte, wie dieß das Resultat der allge-meinen Versammlung zu Halle hinlänglich beweist»Dem Churfürsten von Sachsen, welcher vielleicht alleinvon der Gegenparthey geblieben war, hätte man so vielzu schaffen gemacht, daß er Mühe gehabt haben wür-de, damit fertig zu werden; man hatte nemlich ihm dieLinie Johann Friedrichs, weiche durch Carl V.urn diesesChurfürstcnthum gekommen war, entgegengestellt»

Es waren mehrere unter diesen Mächten, von de»nen ich überzeugt bin, daß man bey ihnen nichts ge-wagt hätte, wenn man sich gegen sie selbst über dieHauptsache dieser Unternehmung eröfnet hätte, welchesie sogar mit desto größerer Wärme unterstützt habenwürden, da sic gesehen hätten, daß man öffentlicheeauf die Zerstörung der Größe des Haußes Oesterreichausgieng. Dies war sicher der Fall bey den Venetia-nern, denvereinigten Provinzen und beynahebey allenProtestanten, besonders den Evangelischen in Deutsch-land. Da man aber nicht zu vorsichtig seyn konnte,um die Katholischen Mächte, die man für das Projektzu gewinnen suchte, nicht gegen die neue Allianz ein-zunehpien, so hütete man sich wohl, die wahren Be-weggründe und den ganzen Umfang des verabredetenProjekts bekannt werden zu lassen. Das Geheimnißder Jntrigue wurde im Anfang allen ohne Ausnahmeverborgen gehalten; nachher wurde es einer sehr ge-Bb s rin«