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kein wahrer Friede bestand, und daß, kurz zu sagen,dieser ganze Zeitraum der vierhundcrtjahrige Krieg ge.uannt werden könnte. Nachdem sich aus dieser Prü-fung ergeben haben wird, daß unsere Könige bcynahenichts gewußt haben, als Krieg zu führen, wollen wirihnen übrigens alle schuldige Gerechtigkeit wiederfah-ren lasten; werden aber mik dem Titel großer —wahr-haftig und in jeder Art großer Könige rc. ein wenigzurückhaltender seyn.
Indessen gestehe ich doch — denn es wäre urige-recht, ihnen allein das zum Verbrechen zu machen,was eigentlich ein Verbrechen von ganz Europa ist —daß verschiedene dieser Herrn sich oft in Umständen be-fanden, wo ihre Kriege gerecht und nothwendig waren,und also für sie der Grund eines dauerhaften und wah-ren Ruhms sind, wo ihnen so gar kein anderer zu er-werben übrig blieb. In diesem Fall wird uns dieArt, womit verschiedene Kriege vorausgesehen, vorbe-reitet und geführt wurden, in ihrem Cabinet Zügevon Politik und in ihrer Person Meisterstücke vonTapferkeit entdecken lassen, die unser ganzes Lob ver-dienen. Woher kann aber der Jrrthum so vieler, an-scheinend so ruhmMen, Großthaken kommen, derenganzer Nutzen oft in der Verwüstung von Frankreichund Europa besteht? Von ganz Europa, ich wieder-hole es, welches heut zu Tage kaum einzuschcn an-fangt, daß bey der Lage, worinn es sich besindet, undworinn es sich selbst schon seit mehrcrn Jahrhundertenbefunden hat, jede Unternehmung es zu unterjochen,oder auch nur eine seiner vorzüglichsten Monarchien aufKosten der andern allzu sehr zu vergrößern, nie etwasanders seyn kann, als eine schimärische und unmöglicheUnternehmung. Keine dieser großen Monarchienkann anders umgestürzt werden, als durch den Zusam-menfluß