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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
351
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der Bedrückung der römischen Heere behülflich zu scyn.Da diese Franken oder Franzosen denjenigen König zunennen pflegten, den sie zu ihrem Befehlshaber er-wählt hatten, so ist cs, wenn auch der erste und zweytedieser Anführer diesen Titel nicht geführt haben sollten,koch wenigstens von dem dritten, Meroväus, gewiß;noch gewisser von dein fünften, Clodwig (g.). Einigevon ihnen, z. B. Pipin und Karl Marte!, denen manihn nicht ohne Ungerechtigkeit verweigern kann, habenihn mit solchem Ruhm behauptet, daß Karl der Gro-ße, ihr würdiger Erbe, es so weit brachte, in Gallienein, .srcylich unvollkommenes, Nachbild des damalserloschenen abendländischen Kaiserthums Wiederaufle-ben zu machen. Ein Vorzug, zu welchem natürlicheine unendliche Menge kriegerischer Bewohner undeine große Fruchtbarkeit an allen menschlichen Bedürf--* rußen, nebst einer außerordentlichen Bequemlichkeitzur Handlung das ihrige reichlich beykrugen, indemFrankreichs Lage es zum Mittelpunkt von den vier vor-züglichsten christlichen Reichen, von Deutschland näm-lich, Italien, Spanien und Großbritannien nebst denNiederlanden, machte.

Ein Wort von jedem der drey Stämme, aus de-nen die Reihe unsrer Könige besteht. In dcm erstensehe ich nur Meroväus, Clodwig l und Chlothar H;und in dem andern Karl Märtel, Pipin den Kurzenund Karl den Großen über die andern Könige erhaben»Diese sechs von den fünf und drcyßig, die man in denbeydcn ersten Stammen zählt, abgerechnet, waren dieandern alle durch ihre Laster oder ihre Unfähigkeitschlechte Könige. Unter ihnen kann man noch Sige-bcrt und Dagobert wegen einiger guten Eigenschaften,und Ludwig den Frommen wegen einer großen Andachtauszeichnen, welche jedoch zu nichts anderm ausschlug,

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