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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
345
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Neugierde. Ich wollte es aber nicht wcglassen, weilich es thun kann, ohne mich von meiner gegenwärtigenMaterie zu entfernen. Als der Religionskrieg unterder neuen Regierung wiederausbrach, ließ mir derHerr Prinz, weicher mich aus seinen Befchls-haberschastcn zu entfernen suchte, wo ich sehr schöneGüter und selbst einige ziemlich starke Häuser halte,Vorschlägen, sic alle an ihn zu verkaufen. Ich befürch-tete , wenn ich es ihm abschlüge, möchte die Zeit undder Krieg ihm einen doppelten Vorwand an die Hand ge-ben, mich daraus zu verjagen, welchen die Gewaltgültig gemacht hätte. Ich wußte, daß seine Anschlägenicht wenig zu dem Entschluß beygetragen hatten, denman gegen uns gefaßt hatte, und man benachrichtig-te Mich, daß er es noch schlimmer mit mir zu machengedächte. Ich befriedigte ihn also mit den GüternVillcban, Montrond, Orval, Culand und Chateletum so lieber als er mir noch bey asiem dem mehr dafürbieten ließ, als sic mich gekostet hatten und als sie wirk-lich werth waren. Der Contract wurde also aufzwölfmahl hunderttausend Livres für diese.s Güterunter uns abgeschlossen; was freylich nicht baaresGeld war. Allein es kostete mich nicht viel, noch ei-nige Zeit zu warten, bis dem Herrn Prinzen zu be-zahlen gelegen scyn würde.

Was ich nicht erwartete, ist dies, daß der Prinznach einiger Zeit um durch ein leichtes Mittel dasCapital und die Zinsen auf einmal abzutragcn, daraufverfiel: den König um die Confiscation meiner Güterzu bitten. Ein Verfahren das der Krieg damals sehrgewöhnlich machte. Seine Majestät erzeigten mir da-mals die Gnade, sich bey dieser Gelegenheit meiner »och,V 5 zu