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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
309
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daß ich wenigstens jemand auftragen würde, diese Pflichtjn meinem Namen zu erfüllen. Da er aber nichts vonmir sah noch hörte, entschloß ec sich endlich dazu, zumir zu kommen. Doch damit ich mich nicht einesSchrittes überheben könne, wodurch er sich zu sehrherqbzulaffen geglaubt hakte, ließ er mich sehr sorgfal-tig fühlen, daß es einzig geschehe, um mit mir vonAngelegenheiten zu sprechen, die ihn beträfen. UnsereUnterredung drehte sich größtentheils um seine Stelle,als erster Kammerherr, seine Pensionen, welche dieKönigin auf eben den Fuß wie für Bellegarde inRechnung zu bringen befohlen hatte, und um ein Ge«schenk, das er so eben bey der Behörde von der Salz-fleuer in Languedoc bekommen hatte, wozu der Befehlbereits bey Lebzeiten des hochscligcn Königs ausgewirktworden war z was ich aber nicht für nöthig hielt, ihmzu sagen. Ich denke, alle meine Antworten mußten, ihm nicht sehr Lust machen, sich weiter als über denGegenstand auszulassen, wegen dessen er gekommen zuseyn vorgab. Er konnte sich jedoch nicht enthalten, eszu thun, und ich glaube, daß er es bald bereuen mochte»Denn da er unter der Gestalt eines guten Raths dieAeußerung hingeworfen hatte, daß ich nicht besser thunkönnte, als mich ganz nach dem Willen der Königin zubequemen — welches eben so viel war als mich still-schweigend beschuldigen, daß ich meine eigene Angele-genheiten durch allzu große Strenge verderbe — gabich ihm die kurze und trockene Antwort: ich würdeden Befehlen der Königin gehorchen, so weit cs derDienst des Königs, das Beste des Staats, die Er-leichterung des Volks, meine Ehre und mein Gewissenzuließen. Mir war, als wenn meine Abneigung ge-gen >ihn mit jedem Worte zuyahme, das ec mirsagte. Er ließ noch einige andere fallen mit der gan-zen Zurückhaltung, die ich ihm einflößen mußte, und

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