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und ihres Schmerzens war noch nicht vertrocknet. Ichwurde Mit ihnen weich, indem wie uns von demjeni-gen unterhielten, welcher der Gegenstand derselben war.Sic beschworen Mich bcy allen Gründen, von denen siewußten, daß sie am fähigsten waren Eindruck aufmein Gemüth zu machen — bey der Freundschaft diesesHerrn für mich und bey meiner Treue gegen ihn —dieKinder eines Vaters nicht zu verlaßen, gegen welchenrankbarzu scyn mir nur noch dies einzige Mittel übrigwäre. Ihre Bitten und ihre Umarmungen konntenmeine eigene Gefühle für dies nicht erhöhen, vermin-derten aber auch unglücklicher Weise eben so wenigmein Unvermögen. Indem ich die drey Prinzen auf-merksam betrachtete, glaubte ich in dem Gesicht undin den Manieren des Königs schon so starke Zeichenvon den glücklichen Anlagen zu entdecken, welche dieZeit nachher in ihm entwickelte, daß ich mich nichtenthalten konnte, mit meiner Gemahlin davon zu redenals ich nach Hause gekommen war. Dagegen aberurtheilte ich mit Schmerzen, daß der Himmel denzweyten dieser Prinzen kein langes Üben verleihenwürde (7).
Ich wurde beynahe vom ganzen Hof besucht, undzwar mit jenem ganzen falschen Gepränge von Freund-schaft, Lobsprüchen und Liebkosungen, welche der Wahr-heit nie so nahe zu kommen scheinen, als wenn dasHerz am wenigsten Antheil daran nimmt. Concini,welcher dafür gesorgt hatte, Mir durch Zarnek und Ar-gouges beybringen zu lassen, daß ich eigentlich ihm zu-nächst alles zu danken hätte, was Man die Königin fürmich thun sehe, wartete drey ganzer Tage lang, daßich kommen, ihm dafür danken und ihm die Aufwar-tung machen sollte, welche die Höflinge ihn gewöhnthatten als einen ihm schuldigen Tribut änzusehen, oder
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