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Zweyte Abtheilung, Sechster Band (1794)
Entstehung
Seite
307
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Unabhängigkeit verwalten könnte, und bäte Mich, mitden Finanzrechnungen für das Jahr i6n den An»fang zu machen, wie sonst, indem sie niemand diesGeschähst anvertrauen, auch keiner der Minister inmeiner Abwesenheit sich damit habe befassen wollen«Diese Reden währten von Seiten der Königin bis dieTafel servirt war. Ich kann nur einen kleinen Theilvon dem erzählen, was sie mir sagte. Nach der Tafelunterhielt sie mich von den bey der Krönung vorgefallejneu Streitigkeiten« Sie erzählte mir vorläufig voneiner Menge Forderungen, welche die Großen an Siegemacht hätten, worüber Sie aber nichts habe be-schließen wollen, bis nach meiner Rückkunft. Siesagte jedoch nichts näheres davon, und setzte blos hin-zu : bey der ersten bequemen Gelegenheit werde sie mehrmit mir davon sprechen, und mir die Dienste angeben,die ich ihr hiennn erzeigen könne. Ich ward bey die-sen Reden keiner Zurückhaltung gewahr. Der ganzeHof war fo aufgeräumt, daß man einfehen mußte,diese ernsthafte Unterhaltung habe nur zu lang schongedauert. Man fieng eine andere allgemeinere an,und um drey Uhr gieng die Königin ins LouvrSzurück.

Am folgenden Tag gieng ich dahin, UM deM Kö-nig, feinen Herrn Brüdern, und den Prinzessinnen,seinen Schwestern Meinen Respekt zu bezeigen, welcheMir alle nach Verhaltmß ihres Alters alle die Liebko-sungen erwiesen, die ich zu Lebzeiten ihres Vaters voUihnen erhielt. Die böse Luft war noch nicht bis iudiesen Theil des Hofes durchgedrungen«- Die GouLvernankinnen, Ammen und andere'Frauen, nebst de-nen zum Dienst dieser jungen Herrschaften bestimmtenBedienten machten eine A'r eines abgesonderten Völk-chens aus, dem das Andenkeir des Königs Heinrichs<wch iMMr Heuer wsr. Die Quelle ihrer ThräneU

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